Hilfe

Für Betroffene

Der Blick nach vorn

Wege aus der Sucht – weg von den Schulden

„Nicht genug, dem Schwachen aufzuhelfen, auch stützen muss man ihn.“, wusste schon William Shakespeare.

Oft fällt es den Betroffenen schwer, sich einzugestehen, dass sie Unterstützung brauchen - aber Glücksspielgefährdeten und pathologischen Spielern kann geholfen werden!

Folgende Schritte zeigen einen möglichen Weg:

Der erste Schritt
Sich seiner Familie und anderen Vertrauten zu offenbaren und damit zu beginnen ein neues Vertrauensverhältnis aufzubauen. Spieler benötigen die Hilfe ihrer Angehörigen und Freunde – zum Beispiel beim Überwinden von Spielverlangen und beim Entwickeln neuer, glücksspielferner Aktivitäten.

Der zweite Schritt
Aufsuchen einer Beratungsstelle (Verlinkung auf Schwerpunktberatungsstellen)

Der dritte Schritt
Aufnahme einer therapeutischen Behandlung, um die Glücksspielsucht in den Griff zu bekommen.

Der vierte Schritt
Schulden abbauen. Hilfe findet man in Schuldnerberatungsstellen.

Der fünfte Schritt
Willenskraft und Motivation für Glücksspielabstinenz und in einer Selbsthilfegruppe aktiv sein. (Auskünfte über Selbsthilfegruppen erhält man auch in den Beratungsstellen.)

Personen, die ihr Spielverhalten selbst als riskant einschätzen, haben die Möglichkeit sich per Antrag von der Spielteilnahme an ODDSET, KENO und TOTO in den LOTTO-Annahmestellen und sowie am Spiel in den Spielbanken ausschließen zu lassen

Für Angehörige

Grenzen setzen

Helfen aber wie – Tipps für Angehörige und Nahestehende

Spielsüchtige beeinflussen das Leben ihrer Familie (und Freunde) sehr stark. Sie verursachen massive finanzielle Probleme, sie belügen und hintergehen Angehörige und zerstören Vertrauen.
Der Versuch nach außen den Schein zu wahren oder den Spieler vom Spielen abzuhalten, hilft nicht.
Im Gegenteil, das kann ihn weiter in die Suchterkrankung treiben. Nur der Glücksspielsüchtige selbst kann die Entscheidung treffen, mit dem Spielen aufzuhören. Dabei sollten Angehörige ihn unterstützen. Aber auch sie brauchen Hilfe, um sich aus der Abhängigkeit vom Spieler zu befreien.

Was können Sie tun? Nehmen Sie das Problem ernst.Informieren Sie sich über Glücksspielsucht und welche Möglichkeiten es gibt, dem Betroffenen zu helfen.Sprechen Sie mit dem Glücksspielsüchtigen offen darüber, was ihn bewegt und besorgt macht.Bringen Sie dem Spieler nah, welche Hilfen es für ihn gibt.

Was sollten Sie keinesfalls tun?

dem Spielenden Geld leihenKredite übernehmen, offene Rechnungen bezahlen oder das überzogene Konto ausgleichenfür den Spielenden lügenKonsequenzen androhen, die nicht durchsetzbar sind oder nicht konsequent durchgesetzt werdendas problematische Glücksspielverhalten nicht wahrnehmen und die Belastungen, die daraus hervorgehen, bagatellisierenden Spielenden mit Vorwürfen konfrontieren und sich beklagen, was alles mit dem verspieltem Geld gemacht werden könnte.

Helfen Sie sich selbst und Ihrer Familie

Gehen Sie offen mit dem Problem um.Bestimmen Sie Ihren Alltag selbst. Erledigen Sie Dinge, die für Sie selbst und nicht für den Glücksspielsüchtigen wichtig sind.Schützen Sie sich und Ihre Familie vor existenziellen Nöten:Entzug der Kontovollmachten oder Sperren der Kreditkarten für den SpielerEinrichten einer SpielersperreSuchen Sie Rat bei der Schuldnerberatung.


Quelle: www.spielen-mit-verantwortung.de