Mein Name ist Detlef M. Ich bin 36 Jahre alt, wohne in Bernau und bin spielsüchtig.
Den ersten Kontakt mit Spielautomaten hatte ich während der Lehre. Aus langer Weile ging ich mit einem Freund in die Spielhalle und sah ihm aus Geldnot zunächst nur beim Spielen zu. Er gewann und gab mir mein erstes „Spielgeld“. Als ich dann auch gewann fand ich es eine „coole Idee“ mein Taschengeld auf diese Weise aufzubessern. Das hat zunächst auch richtig Spaß gemacht. Ich bin dann noch einige Male mit Ihm mitgegangen und spielte ab dann alleine. Da das mit dem Gewinnen nicht so klappte, hatte ich schon nach 6 Monaten meine ersten Spielschulden.
Mein Name ist Raimund B. Derzeit mache ich eine vier monatige Therapie in einer Klinik für Abhängigkeitserkrankungen um meine Glücksspielsucht zu bearbeiten.
Gespielt habe ich, weil der Wunsch „etwas spüren zu können“ immer im Vordergrund stand. Für meine derzeitige Situation stehen die Wörter: Schmerz, Trauer, Haß und Scham.
Ich hatte eine behütete Kindheit. Leider ist meine „Wunschschwester schon früh verstorben und als sich etwas später auch meine Eltern trennten, zog ich mit meinem Vater um. Mein kleiner Bruder blieb bei meiner Mutter.
Ich bin Marko B. aus Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern und 28 Jahre alt.
Meine Interessen galten schon in frühen Jahren dem Sport: Ich ging sogar aufs Sportgymnasium, aber dann haben meine Leistungen doch nicht so ganz gereicht. Dann habe ich mich bei der Bundeswehr beworben und bin heute Berufssoldat. Mein Leben ist strukturiert, hat immer den gleichen Ablauf. Vielleicht hat mich das ans Spielen gebracht. Jedenfalls habe ich gegen Ende der Sportschule begonnen, gerne in Spielcasinos zu gehen. Ich bin auch ein Internet-Freak, aber live in der Halle vor dem klackernden Automaten zu stehen, von einem zum anderen zu gehen, etwas Geld hinein zu werfen und gespannt zu warten, ob ich etwas gewinne – das hat angefangen mir Spaß zu machen.